Lebens- und Sterbeamme


Wenn man das erste Mal den Begriff "Sterbeamme" hört, ist man im Normalfall erst einmal abgeschreckt, denn eines ist sofort klar, es geht um die Themen Sterben, Trauer und Abschied nehmen. 
Themen, die wir im Alltag gern vermeiden, denen wir nicht begegnen möchten, weil sie uns mit unserer eigenen Endlichkeit konfrontieren. Wir alle müssen irgendwann sterben - das wissen wir. Aber der Zeitpunkt ist ungewiss, wir wiegen uns in Sicherheit.
Wenn dann eine Situation eintritt, in der wir nicht mehr ausweichen können, wird das Thema "Tod" zu bitteren Realität. Ob wir selbst betroffen sind, oder eine nahestehende Person, der Tod steht ungefragt im Raum und lässt sich nicht ignorieren.
 

Ich wünschte, ...

Ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.

Ich hätte nicht so viel gearbeitet.

Ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.

Ich hätte mir mehr Freude gegönnt.


Diese Liste stammt von Bronnie Ware, die Sterbende begleitet und 5 Dinge zusammen getragen hat, die Sterbende am Meisten bereuen.


Hier setzt meine Arbeit als Sterbeamme ein. Zusammen mit Betroffenen und Angehörigen finden wir heraus, was für jeden wirklich wichtig ist. Ich begleite sie in dieser Krisensituation und unterstütze sie darin eine eigene Haltung zu finden und Ängste abzubauen.

Die Beschäftigung mit dem Tod ist immer auch eine Beschäftigung mit dem Leben.

Gern stehe ich ihnen für Fragen zur Verfügung!